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P. Johannes Neudeggers Steine aus Namibia

P. Johannes Neudegger OSB (1928-2015) war zunächst Erzieher in einem früheren Jungeninternat St. Ottiliens in Dillingen. Dann durfte er seinem Traum folgen und wurde in die Ostafrikamission geschickt. Dort wirkte er als Missionar, Seelsorger und Klostergründer in Uganda und Kenia.

In den 90er Jahren wechselte er in die Abtei Inkamana (Zululand / Südafrika) und dann nach Waldfrieden, einer Gründung Inkamanas in Namibia. Hier setzte er sich ein in der Gemeindepastoral und in der Schule. Daneben hat er sich um die Gründung mehrerer namibischer Kinderheime verdient gemacht.

Dann und wann konnte er sich seinem Hobby, der Mineralogie, widmen. Immer wieder schickte er "seine" Kinder los, aus der Wüste Steine mitzubringen. Schöne und große Steine ließ er als Schulgeld-Ersatz gelten. Er hatte auch regen Kontakt zu anderen Mineralogen und konnte selbst die stillgelegte Kupfererzmine Tsumeb im Norden Namibias besuchen, ein damaliges Eldorado aller Steinesammler.

Die kleine Auswahl aus der Sammlung von P. Johannes zeigt Rauchquarze, Bergkristall, Schwarze und Grüne Turmaline, Calcit, Azurit, Dioptas, Smithsonit, Muskovite und Aquamarine. Neben der Vitrine steht ein großer Rosenquarz. Mit vielen solcher Stücke sind im Kloster Waldfrieden bis heute die Blumenbeete eingefasst - und erinnern an den "Steinepater".