Löwengruppe im Diorama des Museums, ca. 1920

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MUSEUMSGESCHICHTE

Im November 1887 brachen die ersten Missionare der noch jungen Klostergemeinschaft nach Ostafrika auf. Sie schickten Gegenstände aus ihrem Lebensumfeld nach St. Ottilien zurück, um die nachrückenden Missionare auf ihren zukünftigen Einsatz vorzubereiten und sie mit der Lebensweise der einheimischen Bevölkerung vertraut zu machen. 

Diese Sammlung von volkskundlichen, künstlerischen und religiösen Objekten, getrockneten Pflanzen und präparierten Tieren wuchs rasch an und schon bald dachte man über die Einrichtung eines Museums nach.

Im Jahr 1896 findet sich erstmalig im Archiv des Klosters die Erwähnung eines "Afrika-Museums". Mit der Ausdehnung der Mission auf Korea ab 1909 gewann das Museum eine Asien-Abteilung hinzu, die später durch Zukäufe erweitert wurde. 

Nach mehreren vorangegangenen Umzügen innerhalb des Klosterareals konnte die Sammlung im Jahr 1911 dauerhaft in die heutigen Räumlichkeiten im Klostertrakt zwischen Kirche und Südflügel übersiedeln.

Die bisher für den internen Gebrauch und besondere Gäste genutzte Sammlung wurde 1922 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Bestände wurden bis in die letzten Jahre hinein durch Sendungen aus den Missionsklöstern, Mitbringsel von Missionaren und Geschenke an die Äbte laufend ergänzt. 

Zwischen 2011 und 2015 wurden Museum und Depot umfassend klimatechnisch saniert. Darüber hinaus wurde das museumspädagogische Konzept modernisiert und um den Schwerpunkt Mission erweitert.