EIN NEUER DIREKTOR FÜR DAS MISSIONSMUSEUM IN ST. OTTILIEN

 

Seit Anfang Februar ist P. Theophil Gaus neuer Direktor des Missionsmuseums. Erzabt Wolfgang Öxler ernannte den passionierten Ornithologen zum Nachfolger von P. Arnold Walloschek, der 50 Jahre lang dieses Amt bekleidet hatte.

Br. Rasso Petz mit jugendlichen Museumsbesuchern in den 1950-iger Jahren und P. Arnold als Museumsdirektor im großen Tierdiorama.

P. Arnold hatte den Posten des Museumsdirektors im Mai 1964 von Witgar Dondorfer (1904-1987) übernommen. Seit­her kümmerte er sich neben seiner Haupttätigkeit – zunächst Pfarrer von Schwabhausen und heute Seelsorger von Eresing – um den Museumsbetrieb. Ferner machte er sich um die Erforschung der Sammlungsbestände verdient, was sich unter anderem in seinem Buch »Ebenholz und Elfenbein. Reichtum der Makondeschnitzerei“ nachlesen lässt.

P. Theophil und "sein" Kronenadler auf dem Weg ins Depot...

P. Theophil zeichnet seit Beginn der Sanierungsmaßnahme für die umfangreiche zoologische Sammlung des Museums verantwortlich, wobei ihm die Vögel fraglos am meisten am Herzen liegen. Als ältestes von sechs Kindern einer Ludwigsburger Lehrerfamilie begann P. Theophil 1984 mit 20 Jahren sein Noviziat in St. Ottilien. Ein Jahr später legte er Profess ab, studierte zunächst Theologie und anschließend Biologie und Chemie auf Lehramt – seit 1996 ist er Lehrer für Biologie, Chemie und Religion sowie seit 1998 hauptverantwortlicher Schulseelsorger am Gymnasium St. Ottilien. Seinen Lehrerberuf will P. Theophil zur Freude der Schüler auf keinen Fall aufgeben, ist aber natürlich auch bestrebt, ausreichend Zeit zunächst für die Neueinrichtung des Museums und dann für den laufenden Betrieb zu haben. Denn nun muss ihm die ethnologische wie zoologische Sammlung gleichermaßen wichtig sein.

P. Theophil mit Abtprimas Notker Wolf und Abtpräses Jeremias Schröder beim Spatenstich zur Sanierung am 7. Juli 2012.

 

 

P. Theophil freut sich über die Entscheidung des Erzabtes, dass er die Verantwortung für unser Museum übernehmen soll und »dass ich in dieser Eigenschaft zunächst zusammen mit Abtpräses Jeremias Schröder und Frau Dr. Schuster die laufende Sanierung weiter begleiten darf. Ich bin jedoch auch froh, dass P. Arnold Walloschek als ‘mein Vorgänger‘ in der Nähe ist, der aufgrund seines jahrzehntelangen Einsatzes für das Missionsmuseum nicht nur das Verdienst hat, dass wir heute einen solchen Schatz haben, sondern der auch über zahlreiches Hintergrundwissen zu unserem Inventar verfügt. Ich möchte allen danken, die durch Spenden oder aktive Mitarbeit, durch Interesse und Sympathie mit dazu beitragen, dass dieser ‘Schatz‘ unseres Missionsmuseums bald ganz neu wieder zugänglich sein wird!“