... IM MISSIONSMUSEUM - HINTER DEN KULISSEN

 

Während die Bauarbeiten am Missionsmuseum zügig vorangehen und im nächsten Monat weitgehend abgeschlossen sind, übernimmt seit einiger Zeit eine kleinere Armada an fleißigen Mitarbeitern elementare Aufgaben, die Grundlage für die Neukonzeption sind.

Das neue Depot im Untergeschoss des Museums.

Dazu gehört vor allem die Bestimmung und Vermaßung sowie natürlich die wissenschaftliche Bearbeitung der Objekte. Ausgewiesene Ethnologinnen erforschen seit Beginn der Sanierungsmaßnahme die umfangreiche Sammlung an Ausstellungsstücken aus afrikanischen und asiatischen Ländern. Die Unterbringung der Stücke im neuen Depot des Museums seit 2012 erleichtert diese zeitintensive, aber hochinteressante Tätigkeit.

Hoher Besuch aus Seoul: Frau Prof. Uhyun Cho, Frau Dr. Beckers-Kim aus Regensburg und Frau Haewon Lee (von rechts) untersuchen die koreanischen Textilien aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.

P. Arnold Walloschek, Museumsdirektor a.D., hat bereits sehr viele der Museumsobjekte bestimmt und auf Hunderten von Karteikarten verzeichnet. Nun gilt es aber auch, u.a. neuere Forschungsergebnisse zu berücksichtigen. Für das genauere Studium der Koreana reiste Ende 2013 sogar eine Delegation aus dem History Museum  in Seoul an, um die textilen Schätze aus Korea näher in Augenschein zu nehmen.

Die Datenbank collective access für das Missionsmuseum in St. Ottilien: Hier ein Elefantenschädel, der auf seinen neuen Platz im Museum wartet.

Alle diese Arbeiten finden Eingang in eine internetgestützte Datenbank. Diese wurde vollkommen neu erarbeitet und auf die Bedürfnisse des Missionsmuseums zugeschnitten.
Sie enthält und ordnet systematisch nicht nur alle neuen Forschungsergebnisse, sondern auch die bereits bekannten Informationen und Geschichten rund um die Objekte. Mittlerweile enthält die Dokumentation fast 10.000 Inventarnummern, also reale Objekte. Mehr als 2000 davon sind zoologische Sammlungsgegenstände: Präparate von afrikanischen Säugetieren und Vögeln, Reptilien und Fischen sowie eine große Anzahl an Skeletten und Knochenteilen. Demnächst wird auch eine Auswahl der Glasbildsammlung der Erzabtei, die im Museum präsentiert werden soll, in das System eingepflegt.

Jedes Objekt erhält eine Inventarnummer mit der korrekten wissenschaftlichen Bezeichnung und einer genauen Beschreibung, dann Maße, Herkunft und Datierung sowie nicht zuletzt mindestens ein Foto. Die Datenbank bietet ferner die Möglichkeit, wichtige Veröffentlichungen und Bilder aus Büchern als Datei einzubinden.
Es ist zudem geplant, nach Wiedereröffnung des Museums, der Öffentlichkeit ausgewählte Bereiche der Datenbank über Internet zugänglich zu machen.

Eine solche Sammlungsfülle macht es am Ende nicht einfach, eine interessante und ansprechende Auswahl für die Ausstellung zu erarbeiten…

 

 

 

Das Museumsteam wünscht Allen Newsletter-Abonennten ein gesegnetes und frohes Osterfest!

 

Der Newsletter ist auch als pdf abrufbar unter
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