Wandabwicklung – Grafikkonzept – Museumstext

Drei Schlagworte, an die sich die mit der Museumssanierung befassten Mönche erst gewöhnen mussten, die jedoch mittlerweile im täglichen »Missionmuseumsgeschäft“ allgegenwärtig sind. Sie läuten den Endspurt ein, der unserem Projekt bevorsteht, bevor wir am Weltmissionssonntag (18.Okt.) wieder eröffnen. Darüber wird dann der nächste Newsletter handeln.

 

„WANDABWICKLUNG“:

Beispiel für eine Wandabwicklung: „Hausrat der Ethnien Tansanias“

Darunter versteht man den exakten Gestaltungsvorschlag einer Wand oder einer Vitrine(nrückwand).
Vorausgegangen sind die Einigung auf ein Thema im Rahmen des Gesamtkonzepts und die entsprechende Auswahl von Objekten, meist zuerst durch eine Ethnologin, dann durch uns vom Sanierungsteam.
Die »Qual der Wahl“ ist oft gar nicht so einfach zu bewältigen bei der Fülle an Schätzen, die im Depot lagern...... 
Mit dieser Auswahl konzipiert dann unser Gestalterbüro (»DieWerft“, München) einen Museumsort.

„GRAFIKKONZEPT“:

»Leere Wände sind Luxus“, sagte unser Gestalter immer wieder, womit er recht hat, denn »weniger ist oft mehr“, weil Besonderheiten dann zur Geltung kommen, wenn rings herum eben nicht alles vollgestellt ist. Dennoch werden nicht alle Wände des Museums leer sein, viele tragen eine zum thematischen »Drehbuch“ passende Grafik. Die Bilder sind alle unserem Bildarchiv entnommen: es handelt sich um ca. 100 Jahre alte »Glasbilddias“, die bezüglich ihrer Auflösung  erstaunlich viel hergeben, sodass man sie von mehreren Zentimetern Größe auf Wanddimensionen hoch-zoomen kann. Ebenfalls kann man aus diesem Material Silhouetten fertigen, wie das Beispiel unseres Kriegers zeigt.

„MUSEUMSTEXT“:

Beispiel eines EOT: Kelch und“ Erweiterter Objekttext“

Die Textarbeit hält uns seit diesem Frühling am meisten in Atem. Das »Textkonzept“ sieht eine Vielzahl von Formaten vor. Da gibt es zunächst den einfachen Objekttext, der einen Gegenstand beschriftet. Wenn es sich um eine Besonderheit handelt oder ein Stück mit besonderem Erklärungsbedarf, wird daraus ein »EOT“, ein erweiterter Objekttext. »Gruppentexte“ fassen mehrere Objekte zusammen. »Personentexte“ stellen unabhängig vom Einzelobjekt wichtige Persönlichkeiten vor, die mit dem Museum und seinen Themen in Zusammenhang stehen, z.B. Erzabt Norbert Weber als wichtigsten Sammler unser koreanischen Schätze. »Thementexte“ bilden den Roten Faden des Museums und erschließen auch Hintergründe. Sie bringen unsere vielen ethnologischen und zoologischen Objekte in den Kontext der Geschichte des Klosters, seines Museums und vor allem seiner Mission.