just re-opened - Unser neues Missionsmuseum nach einem guten halben Jahr

"Kommt und seht" (Joh 1) könnte man als Motto über die ersten sieben Monate seit der Wiedereröffnung des Missionsmuseums schreiben. Inzwischen ist Alltag eingekehrt. Und doch sind die Besucher immer und immer wieder neue Gesichter, auch wenn es zahlreiche "Wiederholungstäter" gibt, so zum Beispiel Gäste, die hier ein paar Tage weilen: "Das schau ich mir dann morgen an!" Oder Familien in der näheren Umgebung: diese kommen sogar mit den ganz Kleinen und das mehrmals. Die jüngsten Besucher können eben gerade laufen.

Überhaupt ist unser Missionsmuseum zu einem guten Teil ein Kinder-Museum. Während vielleicht mancherorts Kinder in eine Ausstellung mit-müssen, "schleppen" bei uns gar manche Kleinen ihre Eltern oder Großeltern ins Museum ab.

Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man die Gästebücher liest. Inzwischen liegt das zweite Buch auf, in das sich Jung und Alt gerne einträgt, fast immer positiv.

Auch wenn so gut wie alle Rückmeldungen begeistert klingen, sammeln wir vom "Museumsteam" (P. Theophil mit Ehrenamtlern) natürlich auch die "Monenda": das Verbesserungswürdige, seien es textliche Fehler, inhaltliche Mängel oder auch wünschenswerte Ergänzungen. "Nobody is perfect", auch kein Museum.

Die Besucherzahlen hingegen übersteigen unsere Erwartungen. Wir hätten nicht gedacht, dass es in den ersten 6 Monaten über 13.000 (dreizehntausend) sein würden, die unser Museum aufsuchen, und das trotz des Winterhalbjahres mit den zeitweise schlechten Weg- und Wetterverhältnissen. Ein großer "Run" ist zurzeit im Gange: An jedem Montag in den Wochen nach den Osterferien kommen zahlreiche Kindergruppen, die tags zuvor ihre Erstkommunion hatten. Auf Pfingsten hin werden die Kinder dann zu Jugendlichen: Nun sind es die vielen Firmlinge, die zu uns ihren Ausflug machen.

Was ist das Geheimnis dieses Zulaufs? Es ist nicht nur die Attraktivität unseres Missionsmuseums, sondern auch die "Vernetzung": das viele Schöne und Anziehende, das es hier im Klosterdorf sonst noch gibt, von den Veranstaltungen in der Kirche, Gottesdiensten und Konzerten, über die Angebote der Klosterläden und der Cafés bis hin zur Möglichkeit, das Melkkarussell der Landwirtschaft in Betrieb zu sehen.

Auch unser eigenes Gymnasium hat das Museum entdeckt: als einen außerschulischen Lernort, den sich die Schüler am liebsten selbst erschließen mit einem der Museums-Quiz, die inzwischen entstanden sind. Dazu gab es in den letzten Wochen auch wiederholt eine Art Schulung für Multiplikatoren: in diesem Fall für die Lehrer unserer Schule. Hoffen wir, dass die Begeisterung anhält: Seien auch Sie Multiplikatoren, kommen Sie selber und sagen Sie es weiter! Danke erneut für alle Unterstützung!

(P. Theophil Gaus, Museumsleitung, 31.05.16)