Korea entdecken!

Im Jahre 1909 kamen die ersten Missionsbenediktiner nach Korea, um die französische Mission beim Aufbau von Schulen und Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Und auch nach über 100 Jahren ist die Benediktinermission mit zwei großen Abteien in Südkorea vertreten.

Die Zusammenarbeit zeigt sich bis heute in einem regen Austausch. Anlässlich der Wiedereröffnung der Korea-Abteilung des Missionsmuseums fand über zwei Tage (24.-25. Juni 2016) unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Republik Korea ein Kulturfestival in St. Ottilien statt.

Koreanische Kultur wurde in Darbietungen live vorgestellt, ergänzt durch eine Ausstellung in der Klostergalerie. An den beiden Tagen haben wir im Museum einige sehr gut besuchte Führungen angeboten und auch zahlreiche Einzelbesucher statteten der Korea-Sammlung einen Besuch ab - darunter einige in Deutschland lebende Koreaner, die zuvor noch nie vom Missionsmuseum und seiner Korea-Abteilung gehört hatten.

Die Zusammenarbeit beschränkt sich aber in echt benediktinischer Weise nicht nur auf das gemeinsame Feiern, sondern auch auf das gemeinsame Arbeiten. Zehn Wissenschaftler des OKCHF (Overseas Korean Cultural Heritage Foundation) waren im Juni zwei Wochen lang im Museum tätig, um die Objekte der Sammlung zu untersuchen und zu fotografieren.

Diese Organisation wurde gegründet, um koreanische Kunstschätze in Museen außerhalb Koreas wissenschaftlich zu erfassen und international bekannt zu machen und damit ihre Bedeutung zu stärken. Wir blicken gern auf diese arbeitsintensive, aber erfolgreiche und menschlich sehr angenehme Zeit der Zusammenarbeit zurück.

Inzwischen können wir nach dem regen Interesse beim Korea-Festival auch einen neuen Besucherrekord melden: Seit Oktober 2015 haben über 21.000 Besucher das Museum besichtigt!