Besuch des Generalkapitels im Missionsmuseum

Das Missionsmuseum ist nun seit ungefähr einem Jahr wieder geöffnet -
die Neueröffnung war am 18. Oktober 2015. Wir zählen stolz fast 29.000 Besucher in diesem ersten Jahr.

Fast genau zum Ein-Jahres-Jubiläum war das Generalkapitel der Kongregation von St. Ottilien im Missionsmuseum. Es ist das höchste Leitungsgremium der Missionsbenediktiner und tagt alle vier Jahre in St. Ottilien. Die Oberen und gewählten Vertreter, die sich hier in den ersten zwei Oktoberwochen trafen, stammen aus den 55 Niederlassungen der Kongregation in aller Welt. Auf der Tagesordnung stehen die Situation der Klöster vor Ort, die weltweiten Migrations- und Flüchtlingsbewegungen sowie die Frage, was Mission im 21. Jahrhundert bedeutet.

Am Abend des 6. Oktober führten Abtpräses Jeremias Schröder OSB und Bruder David Gantner OSB die Delegierten in zwei Gruppen im Wechsel durch unsere Ausstellung. Afrikaner bekamen koreanische Kunst zu sehen; koreanische, chinesische, philippinische und indische Mitbrüder standen vor hundertjährigen Exponaten aus Ostafrika, und amerikanische Mönche bewunderten die Tiere der afrikanischen Savanne.

Interkultureller kann man sich einen Besuch des Missionsmuseums nicht vorstellen. Und eine Besuchergruppe, die intensiver mit all den Kostbarkeiten verwoben ist, die wir im Museum zeigen, ist kaum denkbar.

Neben unseren ethnologischen und zoologischen Ausstellungen standen natürlich die Darstellungen der Ottilianer Missionstätigkeit im Fokus des Interesses, war doch diese das Kernthema des Generalkapitels.

Diese Missionstätigkeit zeigt heute eine große Vielfalt, so bunt wie die Punkte auf unserer Kongregationskarte im "Benediktiner-Gang" des Museums. Sie zeigt die Einsatzorte der Missionsbenediktiner und -benediktinerinnen. Man müsste sie eigentlich als Verknüpfungspunkte eines Netzes darstellen: Unsere Mission ist heute ein weltweiter Austausch. Eben das bringt unser Generalkapitel zum Ausdruck. Und es wurde anschaulich beim Besuch der Mitbrüder im Missionsmuseum.