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Tierpräparation

Die Geschichte des Präparierens in Europa kann nicht vollständig belegt werden, sie reicht aber nachweislich schon ins 13. Jh. zurück. Spätestens ab der Renaissance legten Fürsten und Gelehrte Naturalienkabinette und Kuriositätenkammern an und trugen dort auch Tierpräparate zusammen.
Da zur Konservierung nur wenige Methoden wie Einsalzen oder Trocknen bekannt waren, fielen die meisten dieser Präparate Käfern und Motten zum Opfer.

Die Geschichte der modernen Tierpräparation beginnt erst im 18. Jahrhundert. Meist waren die Tiere Jagdtrophäen, die oft in Museen landeten. Weil die Präparatoren die Tiere aber nur selten in ihrem natürlichen Umfeld beobachten konnten, waren die Präparate wenig lebensecht. Meist wurden die Häute zusammengenäht, auf Drahtgestelle gezogen und dann mit Stroh, Moos, Torf oder auch alten Lappen "ausgestopft". Die Sammlungen dienten in erster Linie der Forschung, Besucher hatten meist keinen Zugang.

Als Mitte des 19. Jh. die ersten Zoos eröffneten, wurde im direkten Vergleich der Präparate mit den echten Tieren der Unterschied sehr deutlich. Präparatoren mussten durch verbesserte Methoden eine größere Naturnähe der präparierten Tiere schaffen.

Heute ermöglicht das große Angebot von Tierbildern und -filmen den kritischen Vergleich zwischen Präparat und Original noch mehr. Moderne Präparate sind naturgetreue Abbilder des lebenden Tiers.

Tierpräparate haben auch heute noch große Bedeutung für die Wissenschaft, da man an ihnen z.B. Veränderungen einer Tierart über die Zeit ablesen kann.

Die Museumstiere sind ca. 100 Jahre alt und wurden noch nach älteren Methoden präpariert. Die kleineren Tiere haben Drahtgestelle als Körper, bei größeren Tieren sind die Häute auf Gipsmodelle gezogen. Alle größeren Tiere sind auf Podeste montiert, die Vögel auf Ästen befestigt. Charakteristisch ist die lange "Naht", die deutlich zu sehen ist.