DIE SAMMLUNGEN DES MUSEUMS

Mit dem Beginn ihrer Tätigkeit in Ostafrika ab 1887 erwarben die Missionsbenediktiner Objekte aus Bereichen der Alltagskultur wie Haushalt, Nahrungsbeschaffung, Handwerk und Musik, die zum Aufbau einer Sammlung nach St. Ottilien zurückgeschickt wurden.

Die ostafrikanischen Objekte wurden ab den 1920er Jahren durch Gegenstände aus dem Missionsgebiet Südafrika (Zululand) ergänzt. Eine Sammlung von Schnitzereien der Makonde (Tansania) gehört zu den jüngsten Teilen der Sammlung.

Daneben wurde auch eine naturhistorische Sammlung aufgebaut, deren zoologische Objekte gut konserviert sind; von der botanischen Sammlung sind nur noch wenige Exemplare erhalten.

Die Erweiterung der Mission ab 1909 brachte zahlreiche Kunstgegenstände und Objekte der verschwindenden alten koreanischen Kultur ins Museum.

Heute erreicht der Bestand ca. 5.000 Objekte, von denen 1.300 in einer Dauerausstellung auf drei Ebenen gezeigt werden. Kleine thematische Sonderausstellungen zeigen Objekte aus dem Depot, das Besondere Exponat stellt Details zu wechselnden Objekten der Dauerausstellung vor.

Im Untergeschoss werden von Erzabt Norbert Weber (1870 - 1956) und P. Nikolaus von Holzen (1890 - 1976) gedrehte Stummfilme aus den 1920er Jahren mit Alltagsszenen aus Afrika und Korea gezeigt, die aufgrund ihrer ethnologischen Bedeutung um 1925 auch im Völkerkundemuseum (heute: Museum 5 Kontinente) München gezeigt wurden.

Als missionarische Sammlung vermittelt das Museum auch die Hintergründe und die historische Entwicklung der Ottilianer Mission bis zur Gegenwart.